Ja so ists im Leben, auch ich sollte nicht darum herum kommen, diese Erfahrung zu machen (so dachte sichs wahrscheinlich der liebe Gott...). Aber nun von vorne:
Am Mittwoch ging ich in Begleitung von Maria (fast alle hier heissen irgendwie Maria), einer Mitarbeitenden des Hortes, ins Zentrum von Guayaquil, um mich wegen eines Handys umzuschauen, da meines hier ja nicht arbeiten moechte. Da diese aber sauteuer waren (wollte eigentlich ein ganz einfaches, der Diebstahlgefahr wegen), entschied ich mich nur eine SIM-Karte zu kaufen, um diese in mein Handy zu tun. Die Verkaeufer verkauften mir aber keine Karte, da ich das Handy nicht bei mir hatte. So sollte ich am naechsten Tag wiederkommen, diesmal mit dem Handy...
Am naechsten Tag ging ich dann in Begleitung von Maura (Cousine von Mafer, meiner Mitbewohnerin) Richtung Bushaltestelle. Hatte keine Tasche bei mir, folgte schoen den Anweisungen der Einheimischen, kleidete mich unauffaellig mit Jeans und Shirt, Handy und Geld im Hosensack, kein Schmuck, nada!!!!
Kaum 2 Blocks weiter von meinem Haus entfernt an der Hauptstrasse angekommen, kam ein schwarzer Typ auf Maura zu. Dachte zuerst, sie kenne ihn. Erst als sie relativ erschrocken aus der Waesche guckte und ihm das Handy gab, merkte auch ich, dass da etwas nicht stimmte. Da waren auch schon 2 weitere schwarze Typen neben mir-einer links, einer rechts, die Haende in meinen Hosensaecken. Irgendetwas murmelnd, habe keine Ahnung was sie mir mitteilten undwie mir geschah... Durch den klitzekleinen Schock, den ich anschliessend hatte, kann ich mich nun kaum mehr an etwas errinnern. Ja, das wars dann. Keine Ahnung wie die Typen aussehen, wohin sie gingen!
Was wir nun aber mit Hilfe von Mauras Vater herausfinden konnten ist, dass meine schwarzen Nachbarn von Vis-a-vis (die mich von Zeit zu Zeit als Gringa beschimpfen), einem Informanten von Nebenan gesteckt haben, dass ich nur in Begleitung eines Kindes bin und wahrscheinlich Wertsachen mit mir trage. Dieser Informant wiederum, hat weitere Typen vom naechsten Block informiert und diese wiederum haben die Diebe avisiert. Dies geschieht so kompliziert, da die Leute vom selben Block niemals die "eigenen" Leute bestehlen-aber auch nicht zurueckschrecken, die eigenen Leute anderen zu ueberlassen...
So ist es nun, dass meine Freiheiten wieder drastisch eingeschraenkt wurden und ich nur noch in Begleitung Erwachsener das Haus verlassen kann. Dies wird vielleicht auch einigen erklaeren, warum ich nur noch selten Eintraege schreibe, geschweige denn E-Mails. Sorry all jenen, deren E-Mails unbeantwortet bleiben, gebe mir Muehe, dies irgendwann nachzuholen...
Bis auf Weiteres... Die sich nicht mehr so ganz in Sicherheit waegende Francesca :)
Montag, 25. Juni 2007
Samstag, 16. Juni 2007
Tagesablauf
Habe es endlich geschafft ein Internet Cafe aufzusuchen. Zwar wurde ich hinbegleitet und werde nachher auch wieder abgeholt, aber immerhin... Langsam habe ich mich eingelebt, weiss schon bald wie der Hase laeuft :). Mein Tagesablauf ist fast immer derselbe, moechte ihn euch aber trotzdem nicht vorenthalten:
7.30 Tagwache, kurzes Fruehstueck bestehend aus Cornflakes
8.00 Arbeitsbeginn, die Kinder trudeln seit 7.30 langsam ein und werden dann um ca. 9.00 vollstaendig anwesend sein (sie sind eben nicht die puenktlichsten...). Ich verteile den kommenden Kindern eine Collada (warmes Schoggiaehnliches Getraenk mit vielen Naehrstoffen) und ein warmes Fruehstueck (meist etwas Frittiertes mit Ei oder Kaese). Dabei muss ich auch immer Acht geben, dass die Kinder sitzen bleiben, einander nicht abschlagen, den Hund nicht toeten und der Raum erhalten bleibt...
9.00 Der Unterricht fuer die groesseren Kinder beginnt. Man lernt, was ein Kreis ist, wo die Sonne ist, was man mit Haenden alles anfangen kann usw... Die Kleineren werden inzwischen mit Puzzles, Baellen, Duplos beschaeftigt.
10.00 Pause, in der die Kleinen draussen auf dem Spielplatz oder drinnen im Hauptraum ihren mitgebrachten Lunch verzehren. Es geht immer sehr wild zu und her, da manch ein Kind nichts mitgebracht hat und dann recht grosse Kaempfe ums Essen losgehen. Eine sehr strenge Zeit fuer uns Betreuerinnen, da um jedes fallengelassene Cornflakesli und jeder verschuettete Tropfen Joghurt gekaempft wird...
11.00 nochmalige Beschaeftigung aller Kinder (momentan sind es 31) und erneute Reinigung der Boeden (sieht meist schrecklich aus, da sich die Kinder gewoehnt sind, allen Abfall auf den Boden zu werfen...)
11.50 Mittagessen. Auch sehr strenge Zeit, da die meisten Kinder nicht selbst essen koennen und das Essen eingegeben werden muss. Das Essen besteht meist aus einer Suppe mit Kraeutern, Reis oder Kartoffeln, evt. Huehnchenfleisch, Crevetten, Yucca oder sonstigem Gemuese. Danach gibts noch einen Jugo (frischgemachter Fruchtsaft) und Salat. Grundnahrungsmittel hier sind vor allem Kartoffeln und Reis.
12.45 Badezeit. Alle, wirklich alle Kinder werden nun abgeduscht vom Dreck des letzten Tages befreit. Eine Riesenarbeit, der Boden gleicht danach meist einem Schwimmbad. Danach werden die Kinder frisch angezogen und ins Bett gebracht. Es stehen 4 Kajuettenbetten und 3 Doppelbetten zur Verfuegung. Auf diesen werden die Kinder dann gestapelt und in den Schlaf gekrault.
13.45 Oh Wunder, meist schlafen alle Kinder und wir Betreuerinnen haben Zeit, um aufzuraeumen und unser Mittagessen einzunehmen (dasselbe was die Kinder auch essen, nur noch etwas mehr Reis ;)...
15.00 Weckzeit fuer die Kinder. 31 Paar Schuhe werden angezogen, 31 Koepfe gekaemmt, 31 Rucksaecke bereitgemacht, 31 Znuenis verteilt (etwas Frittiertes aus Platanos, der Kochbanane, oder eine Mehlspeise, je nachdem), 31 Paar Haende gewaschen und danach 31 Kinder auf die Stuehle gesetzt, um auf die Eltern zu warten... Abgeholzeit waere um 15.30, das letzte Kind geht meist um 16.30...
16.00 Aufraeumarbeiten. Der ganze Hort wird geputzt und geschrubbt... Sehr ausgiebig. Alles mit Schrubber und Besen, da man hier den Staubsauger nicht kennt (haette nie gedacht, das ich den mal vermissen werde...). Leintuecher werden gewaschen, WC geputzt (besitzt keine Spuelung), Dusche geschrubbt, alle Boeden gebeselet, usw...
17.00 meist noch Vorbereitungen fuer den naechsten Tag. Schulhefte werden korrigiert, Bastelarbeiten werden erledigt, T-Shirts bedruckt, Elternbriefe geschrieben...
18.00 Feierabend. Lege mich meist in die Haengematte in der "Stube" und schaue ecuadorianisches TV (soll schliesslich eine gute Uebung sein zur Erweiterung meiner Spanischkenntnisse).
19.00 Abendessen. Esse meist Fruechte mit etwas Joghurt, Cornflakes oder Resten des Tages.
20.00 Studiere meinen Reisefuehrer, schaue TV, unterhalte mich mit meiner Mitbewohnerin Mafer oder wir setzen uns in den Vorgarten und unterhalten uns mit all ihren in der Naehe wohnhaften Verwandten.
22.00 Dusche. Danach verdruecke ich noch eine Packung Guetsli (fuer die gute Linie...)
22.45 Schlafenszeit. Nachdem ich mich vergewissert habe, dass unter meinem Bett keine Maeuse, Ratten, Cucarachas, Eidechsen oder anders Getier haust
Mittwoch, 13. Juni 2007
Lebenszeichen
Bin am Freitagabend spaet in Guayaquil gelandet und da hat es mich gleich aus den Socken gehauen... Diese Stadt ist riesig, gigantisch-und relativ haesslich! Ich wurde von Mafer (Maria Fernanda, die Schwaegerin des Hortinhabers Dani) ab Flughafen abgeholt und wir fuhren sogleich zum Hort. Dieser liegt in dem aermsten Viertel der Stadt, auch Slums genannt. Und ich wunderte mich anfangs noch, fuer was die vielen Schloesser an den vielen Tueren sind...
Fuer jene, die nicht wissen, was ich in Ecuador tue: ich arbeite als Volontaerin in einem Kinderhort, der von einem Schweizer aus Engelburg gegruendet wurde. Er weiss bestens ueber die Situation hier bescheid, da auch er einst als Volontaer in Ecuador arbeitete und seine Frau in diesem Viertel aufwuchs. Der Hort nimmt Kinder zwischen ca. 2-5 Jahren auf, die in extremer Armut hausen und meist nur einen Elternteil besitzen, da sich der andere aus dem Staub gemacht hat. Der uebriggebliebene Elternteil muss deswegen arbeiten. Diese Elternteile sind meist noch sehr jung, so um die 18 Jahre alt. Diesen Kindern bietet der Hort die Moeglichkeit, waehrend des Tages beschaeftigt zu werden und sie kriegen auch zwei sehr nahrhafte Mahlzeiten hier. Zudem werden die aelteren Kinder ein wenig unterrichtet, aehnlich wie im Kindergarten. Ich arbeite als Maedchen fuer alles. Von Fuedli putzen, Essen eingeben, in den Schlaf wiegen, Kinder duschen bis hin zum Schimpfen (natuerlich in Spanisch-nuetzen tut es wenig, ich glaube, das mit dem spanischen Schimpfen habe ich noch nicht so drauf...).
Die Arbeit gefaellt mir, aber ich weiss kaum etwas mit meiner Freizeit anfangen, da ich den Hort nicht unbedingt alleine verlassen sollte. Es ist nicht gerade ungefaehrlich hier, gerade vorgestern wurde meine Arbeitskollegin, eine Ecuadorianerin wohlbemerkt, vor dem Hort ueberfallen... Hier muss ich eben mit allem rechnen, deswegen halte ich mich momentan noch etwas zurueck mit Exkursionen. Fotos wird es in naechster Zeit wahrscheinlich auch keine geben, da hier alles etwas laaaaaangsaaaaaaaaaam verlaeuft und teils sehr nervenaufreibend ist ;).
Melde mich, sobald ich mich mal wieder auf die Strasse traue und ein Internet Cafe finde-bis dahin, hasta luego!
Fuer jene, die nicht wissen, was ich in Ecuador tue: ich arbeite als Volontaerin in einem Kinderhort, der von einem Schweizer aus Engelburg gegruendet wurde. Er weiss bestens ueber die Situation hier bescheid, da auch er einst als Volontaer in Ecuador arbeitete und seine Frau in diesem Viertel aufwuchs. Der Hort nimmt Kinder zwischen ca. 2-5 Jahren auf, die in extremer Armut hausen und meist nur einen Elternteil besitzen, da sich der andere aus dem Staub gemacht hat. Der uebriggebliebene Elternteil muss deswegen arbeiten. Diese Elternteile sind meist noch sehr jung, so um die 18 Jahre alt. Diesen Kindern bietet der Hort die Moeglichkeit, waehrend des Tages beschaeftigt zu werden und sie kriegen auch zwei sehr nahrhafte Mahlzeiten hier. Zudem werden die aelteren Kinder ein wenig unterrichtet, aehnlich wie im Kindergarten. Ich arbeite als Maedchen fuer alles. Von Fuedli putzen, Essen eingeben, in den Schlaf wiegen, Kinder duschen bis hin zum Schimpfen (natuerlich in Spanisch-nuetzen tut es wenig, ich glaube, das mit dem spanischen Schimpfen habe ich noch nicht so drauf...).
Die Arbeit gefaellt mir, aber ich weiss kaum etwas mit meiner Freizeit anfangen, da ich den Hort nicht unbedingt alleine verlassen sollte. Es ist nicht gerade ungefaehrlich hier, gerade vorgestern wurde meine Arbeitskollegin, eine Ecuadorianerin wohlbemerkt, vor dem Hort ueberfallen... Hier muss ich eben mit allem rechnen, deswegen halte ich mich momentan noch etwas zurueck mit Exkursionen. Fotos wird es in naechster Zeit wahrscheinlich auch keine geben, da hier alles etwas laaaaaangsaaaaaaaaaam verlaeuft und teils sehr nervenaufreibend ist ;).
Melde mich, sobald ich mich mal wieder auf die Strasse traue und ein Internet Cafe finde-bis dahin, hasta luego!
Freitag, 8. Juni 2007
Tage der Freundschaften
und allem voran (ihr werdet es wohl kaum erraten...)- eine Air Condition :), wow! Jedesmal wenn ich nur schon mein Hotelzimmer betrat, machte ich ein klitzekleines Freudetaenzli hinter der Tuere;es sah mich ja schliesslich niemand...
Nach dem Fruehstueck habe ich dann sogleich den ersten Ausflug gebucht. Noch vor Beginn wurde ich 2 Frauen aus Panama vorgestellt, die auch daran teilnahmen. Anita, 48 Jahre und deren Tochter Ana Raquel, 20 Jahre. Ein nettes Paar die beiden, sehr lebhaft und total amuesant :). Weiter hinzu kamen spaeter noch Patricia und deren Tochter Rebeca aus Chile. Den ganzen Tag tuckerten wir mit einem Motorboot von einem Inseli zum anderen und diesem Beach zum naechsten. Total beeindruckende Natur... Fische bis zum Abwinken und Seesterne groesser als mein Kopf (haben wir mit dem Schnorchel und Taucherbrille erkundet)...
Am Tag danach reisten Patricia und Rebeca Richtung Panama City und Anita, Ana und ich bekamen auf der naechsten Exkursion neue Begleiter. Phil und John aus Australien, die mit einem Segelboot herumreisen-nun aber eine kurze Pause einlegten, da sich das Schiffchen in Reperatur befindet. Auch sie 2 waren sehr angenehme Zeitgenossen. Mit ihnen erkundeten wir als erstes die Delfinbucht, wo wir doch tatsaechlich auch welche zu sehen bekamen (kein Witz Mami, ich habe schliesslich Beweisfotos!!!). Schwieriger gestaltete sich dann aber das aufs Bild bringen-ganz so fotogen sind sie nun doch nicht, wie ich gedacht habe. Kein einziges Mal erwischte ich ein Gesicht oder wenigstens eine Schwanzflosse... Nein, nur die Rueckenflosse sollte es sein! Weiter gings dann zur Playa Zapatilla, die wir in den 10$-Beach umgetauft haben. Jeder, der die Inseln dieses Naturschutzgebietes betritt, muss 10$ blechen, obwohl diese Insel wie alle anderen zugaenglichen Inseln aussieht. Panamenos zahlen nur 1.50$ und so ging ich glatt als 2. Tochter von Anita durch-John und Phil hatten da mehr Muehe :)...
Nach mehreren Schnorcheltouren bei Korallenriffs, fuhren wir zu einem Ort namens Hospital Point-es sollte dort schoene Fische und so haben. Fische haben wir praktisch keine gesehen, dafuer desto mehr Mangos auf dem Meeresgrund. Wir vertrieben uns also dann die Zeit damit, nach Mangos zu tauchen und diese dann auch schnellstmoeglich zu verzehren-geniale Sache, da die Mangos nicht mal wie befuerchtet nach Salzwasser schmeckten.
Abends, nach der Happy Hour, gings dann auf die Tanzflaeche (ja ich, aber nur fuer 5 Minuten-es war Gruppenzwang...). Anita wollte uns unbedingt beibringen, wie man sich zu panamesischem Reagge bewegt :).
Gestern hiess es dann Abschied nehmen... Vorerst nur von der Insel, da ich heute bereits wieder den Tag mit Anita, Ana, Patricia und Rebeca verbrachte. Als das Schoenste ueberhaupt am Reisen, empfinde ich die Begegnungen, die man waehrend des Reisens macht und die Freundschaften, die daraus entstehen. Deswegen sehe ich die Tage in Bocas del Torro auch als Tage der Freundschaften und hoffe imens, dass ich sie auch weiterhin pflegen werde (mit all meiner Ausdauer...).
PS: der Flug retour nach Panama muss nun doch noch erwaehnt werden... Herrgottnochmal war der b.........! Das kleine Flugzeug war praktisch schon voll, als es in Bocas ankam und dann stopften sie mich auch noch zuvorderst hinein-mit Sicht in das Cockpit (das keine Tuer hatte)!!!! Niemals haette ich mir gewuenscht, zu sehen, wie es in einem Cockpit ablaeuft (bin da nun mal nicht so gwundrig wie manch anderer...). Nicht dass mich schon all diese Knoepfe und Hebelchen beunruhigten, nein!! Da muss doch dieser Latschi von Co-Pilot vor meinen Augen auch noch ein Bierli kippen... Ich war echt dem Herzchriesi nah! Jenu, ich habe es ueberlebt und bin dann morgen, bei meinem Weiterflug nach Ecuador, froh, wenn es zum Cockpit eine Tuer gibt, die abgeschlossen werden kann und das Flugzeug eine Mindestgroesse von unserem Haus besitzt... In diesem Sinne, gut Flug :)
Freitag, 1. Juni 2007
Die Welt und ich-oder umgekehrt
Bin nun seit 3 Stunden zurueck in der Zivilisation... Am Mittwoch, morgens um 4.30 startete ich die Expedition "Inseltraum". Zu sechst im Flugzuegli gings Richtung Norden an das Karibische Meer nach San Blas. Zum ersten Mal mulmig wurde es mir, als man den Piloten (trotz erheblichen Turbulenzen...) durch den Vorhang Zeitung lesen sah *schluck*! Hatte den der nichts besseres zu tun, als die Maschine in den Griff zu kriegen, fragte ich mich von da an nur noch... Bin nun mal nicht gerade gesegnet mit einer grossen Portion Flugoptimismus!! Trotz allem sind wir dann doch noch gelandet-auf einer Wiese. Etwas holperig, doch ich war gottefroh, ueberhaupt gelandet zu sein.
Von der Insel Porvenir wurde ich dann von einem waschechten Kunaindianer mit dem Kanu abgeholt (die Kuna Yala ist ein Volk von Panama, das mittlerweile einen eigenen Bezirk des Landes bewohnt-sie bewohnen glaube ich um die 365 Inseln im Karibischen Meer, weit weg von der Zivilisation...). Nach nur einigen Minuten Fahrt erreichten wir auch schon meine Relaxing-Destination-die Insel Ukuptupu :). Etwa so gross wie das Grundstueck von Grossvaters Haus, Stall und Garten zusammen- sagen wir mal, man hat die Insel in 3-4 min umrundet(s.h auch www.ukuptupu.com)! Die Kaemmerchen sind nach Kuna-Stil auf dem Wasser gebaut und es herrschte irgendwie eine unheimliche Ruhe (es war 6.30). Ich ahnte noch nicht, wie ruhig es hier sein wird...
Nach dem Freiluftfruehstueck ging es mit dem Kanu auf andere Inseln, die einen Strand besassen. Begleitet wurde ich von einer Kolumbianerin und einem Panameno (weiss bis heute nicht, ob die Leute hier Panamener, Panamaner, Panamesen, Panamianer oder wie auch immer heissen-deswegen benutze ich auch weiterhin stur den spanischen Ausdruck!). Wir waren die einzigen Gaeste des "Hotels". Im Laufe des Tages besuchten wir 5 verschiedene Inseln, die jeweils von einer Hand voll Kunas bewohnt wurde. Die machen da ein richtiges Geschaeft-pro Person und Insel zahlt man jeweils 1$ Besuchsgebuehr. Wenn du dich dann auch noch getrauen solltest, sie zu fragen, ob du ein Foto knipsen darfst, dann knoepfen sie dir 2-5 $ pro Foto ab (die wohnen nicht hinter dem Mond wie man meinen koennte...)! Die Inseln selbst sind einfach traumhaft... Weisser Sand, Palmen, glasklares Wasser, Fischis die einem umkreisen, Seesterne bis zum Abwinken-und einige klitzekleine Mosquitos... Der Tag war schnell vorbei und zurueck auf unserer Insel suchte ich erstmals die Dusche auf. Ich suchte und suchte und suchte... Bis ich schlussendlich bemerkte, dass die beiden Wassercontainer und das Eisenbecherli zum Duschvorgang gehoeren-aha... Ich brauchte an die 28 Becherli, bis ich das Gefuehl hatte, mich einigermassen geduscht zu haben. Die Becherlianzahl konnte ich waehrend des Aufenthaltes noch toppen, bin ja schliesslich lernfaehig :). Nach einem sehr schmackhaften Meeresfruechteabendessen, gingen alle um 19.00 zu Bett, da es bereits stockdunkel war... Ich zoegerte das ganze Procedere noch etwas hinaus, da ich fand, 19.00 sei fuer mich als Spaet-ins-Bett-Geherin doch etwas frueh. Ich lief so doch glatt eine Stunde auf der Insel hin und her-und kannte sie danach auswendig... Geschlafen habe ich dann trotzdem nicht; meine Freunde, die Mosquitos, hielten es nicht fuer notwendig, mich mal eine Nacht in Ruhe schlafen zu lassen. So war ich am naechsten Morgen auch nicht erstaunt, als mein Gesicht aufgegangen war, wie ein guter Hefeteig. Fuehlte mich "leicht" uebernaechtigt und schlapp. So beschloss ich dann auch, den Tag in der Haengematte zu verbringen. Habe extra kein Buch oder Schreibzeug mitgenommen, da ich mir ueberlegt habe, ich koennte ja, wenn es mir langweilig werden sollte, ueber Gott, die Welt und mich nachdenken. Ich fand das sehr sinnvoll-bis ich nach 2 Stunden dann fand, dass ich ueber alles nachgedacht habe, was noetig sei... Nun hatte ich den Senf-einen ganzen Tag vor mir und nichts mehr nachzudenken, das war nicht sehr schlau dosiert... Ich unterhielt mich mit der Tigerente, verscheuchte die Krebse, schaute wie hoch ich mit der Haengematte schwingen kann, zaehlte meine neuerworbenen Stiche (momentan liegt der Rekord bei 127-die vom Ruecken nicht mitgezaehlt, hatte niemanden, der mir behilflich sein konnte), versuchte zu schlafen und studierte waehrend Stunden mein Langenscheidt Universal-Woerterbuch in Spanisch... Abends bekam ich dann Gesellschaft von einem aelteren brasilianischen Ehepaar und 3 Frauen aus Puerto Rico. Zusammen besuchten wir dann das Kuna-Museum der Nachbarinsel. Durch ihre Gesellschaft blieb ich wenigstens bis 22.00 Uhr auf und unternahm dann einen erneuten Schlafversuch in meinem Kaemmerchen. Nach einer Stunde gab ich auf, zog meine langen Hosen und einen Pullover an und zuegelte unverzueglich in die Haengematte. So verbrachte ich die Nacht mit schaukeln; in der einen Hand Anti-Brumm, in der anderen Baygonspray :). Abenteuer pur...
Heute morgen war ich dann uebergluecklich, dass ich bereits um 5.00 aufstehen durfte. Nach kurzer leiser Verabschiedung und hundertmaligem Versprechen, dass ich auch ja wiederkomme, verliess ich die Insel. Den Flug retour sollte man gar nicht erwaehnen duerfen, so kriminell wie der war... Zeitweise schloss ich einfach meine Augen, stellte mir vor ich sei an der OLMA und vergnuege mich auf der Achterbahn (ein gar nicht mal ein so schlecher Vergleich...)-so hatten die Turbulenzen wenigstens was erfreuliches an sich :). Weitere Eindruecke koennt ihr meinem frisch aufgefuellten Fotoalbum entnehemen.
Auf viele weitere kleine Abenteuer...
Auf viele weitere kleine Abenteuer...
Dienstag, 29. Mai 2007
Staegeli ab!
Der Daempfer meines unbaendigen Stolzes kam dann gleich heute Mittag. Chef Willy hat ja nie rausruecken wollen, wie es denn mit meinem Verdienst (sprich: Sklavenlohn!) steht. Erst gestern, nach der Kuendigung, auf Nachfrage meinerseits, ob ich denn einen Lohn verdiene, meinte er, dass wir dies am heutigen Tage klaeren. Er hat mich doch tatsaechlich mit 125,97$ und einem Cappucino vor die Tuer gestellt-da war dann mein Stolz auch dahin...
Was solls, dafuer habe ich jedoch meine Freiheit wieder zurueckerkoren und kann tun und lassen was ich will. Habe auch keinen Schaden erlitten (ausser ein paar Brandwunden an den Haenden aus der Hassliebe zum Brotbackofen...). Liebe Welt, ich komme!
Montag, 28. Mai 2007
Xinia, die gute Seele
Meine Cumpaneros bei der Arbeit sind eigentlich ja ganz okay. Mit einigen habe ich es mir aber schon verscherzt (alle Juans und Joses seien hier erwaehnt und gegruesst), da ich dauernde Anfragen fuers Kino mit einem gekonnt einstudiertem Laecheln gerne ablehne (bin ja sonst nicht gerade arrogant, ihr wisst ja wie ich es meine, aber diesen Burschen darf man nun wirklich nicht ueber den Weg trauen-zu alledem besitzen sie auch alle eine Freundin, die ihnen, wie sie mir immer und immer wieder versichern, nicht ganz so wichtig sei. Sie moegen lieber Europaerinnen, die seien viel huebscher und intelligenter und gebildeter und...). Die Frauen sind da schon etwas zurueckhaltender, die scheinen mich im Kampf um das beste Trinkgeld eher als eine Konkurentin zu sehen, dabei sahne ich nicht mehr als 4$ im Tag ab-das Tageshoechstgebot :). Eine Mitarbeiterin hats mir dann trotzdem angetan, sie selbst nennt sich "Francescas mama de Panama", mit richtigem Namen Xinia. Feiert heute ihren stolzen 49igsten Geburtstag, ist 4fache Mutter und hart arbeitende Pomodoro-Angestellte. Sie ist es, die mich in all meinen Spanisch-und Pomodoro-Tiefs wieder aufmuntert und mir versichert, wie gut ich doch schon Spanisch gelernt habe und wie geschaffen ich doch fuer diesen Beruf sei;). Wie auch immer, dieser Artikel sei ihr gewidmet-con mucho amor!
Donnerstag, 24. Mai 2007
Staegeli uf!
Ach uebrigens...Was ich noch sagen wollte-bin in der Karriereleiter bereits ein Staegeli aufgestiegen! Ich darf nun richtige Getraenke auf einem richtigen Tablett den richtigen Gaesten servieren und ihnen auf Spanisch sagen, was sie da gerade von mir bekommen haben. Also una cerveza, te frio, cafe con leche, jugo de naranja, vino tinto de la casa, usw :)... Haette nie gedacht, dass dies hier so schnell vonstatten geht, habe tatsaechlich gedacht, ich serviere bis ans Ende meines Aufenthaltes Brot im Koerbli. Vielleicht darf ich mich naechste Woche ans Essen heranwagen (natuerlich ohne etwas ueberstuerzen zu wollen) ;)??
Der Panamakanal und mehr...
Gestern hatte ich nach 7 Tagen Arbeit das erste Mal einen freien Tag-den hatte ich mir auch wirklich verdient :). Nach einer etwas kurzen Nacht (ich wusch wieder einmal saemtliche Kleider und Bettwaesche-irgendwie habe ich Paranoia...), traf ich mich um 9.00 mit Ruedi (Cousin meines Grossvaters Koebi von der Stegrueti, der schon einige Jahre hier in Panama lebt) und wir gingen auf grosse Exkursionstour durch Panama City. Wir besichtigten zuerst den Panamakanal-wirklich sehr interessant, wenn man da sieht, wie sich ein riesiges Containerschiff vor dir um ca. 8 m erhoeht! Danach ging es weiter in das Naturschutzgebiet um Panama City herum-Dschungel soweit man sieht, einfach umwerfend. Nachdem wir auch noch Casco Viejo (ein alter Stadtteil Panamas) besichtigt haben und ich mir in einem Souvenirshop noch mein ach so wichtiges Stoffaufnaehfaehnlein fuer meinen Rucksack ergattert habe , ging es zum wichtigsten Teil des Tages ueber-dem Essen. Mmmmh, Tintenfisch und gebratene Bananen namens Platanos :). Zum Schluss des Tages gesellte sich auch noch Ruedis Frau, Yadira, zu uns und wir genehmigten uns einen Schlummertrunk. Danach gings ab nach Hause, der naechste Waschgang und die naechste Giftmittelattacke erwarteten mich...
Nacht-und Nebelaktion
Na ja, gestern war nicht mein bester Tag. Zaehle inzwischen schon ca. 97 Stiche/Bisse an meinem Koerper und ich kann mich kaum noch beherrschen, nicht zu kratzen... Es kostet unheimlich viel Konzentration! Auch bei der Arbeit kratzte ich mich staendig, was anderen auch auffiel-sie sprachen mich darauf an (darunter auch die Frau von Chef Willy) und ich zeigte ihnen meine Wehwehchen. Nun, es waren sich eigentlich alle einig, dass es keine Mosqitos, sondern Floehe sind-da habe ich es nun! Dem Nervenzusammenbruch nahe (nur fast entgangen), suchte ich in aller Hysterie diesen Baygon-Spray, um die Viechli ins Jenseits zu befoerdern. Zu Hause (im Flohzirkus!!!) angelangt, habe ich erneut wie eine wilde alles, was dem Bett nahe war, gewaschen und nur noch so drauflosgesprueht. Es kam dann auch gleich meine Vermieterin Nelly, die bereits von Willy und dieser von seiner Frau informiert wurde. In heller Panik verlangte ich auf der Stelle eine neue Matraze, oder ich werde sofort ausziehen... Meine neue Matraze kam 5 Minuten spaeter und auch diese bekam zuerst mal eine Ladung Gift ab. Kein Wunder, hatte ich heute morgen Kopfweh, dieses Zeug ist das wahre Gift... Habe dann bis um 2 Uhr in der Nacht meine gesamte Waesche gewaschen, um sicher zu gehen, dass auch ja kein Viechli mehr lebt. Kann zwar noch nicht sagen, ob die Nacht-und Nebelaktion Fruechte getragen hat, da ich leider bei den vielen Stichen nicht feststellen kann, ob noch mehr dazugekommen sind... Ich werde es in den naechsten Tagen bestimmt merken. Momentan geht mein gesamtes Geld noch fuer Baygon-Spray, Antijuckreizsalben und Antiallergikummedis drauf, werde mein Geld aber hoffentlich bald fuer Sonne, Strand und Meer ausgeben :).
Samstag, 19. Mai 2007
Es scheint zu krabbeln...
Ich fragte mich die letzten Tage immer wieder, warum ich groessere und kleinere Stiche/Bisse am ganzen Koerper habe (ich habe wirklich an keinem gekratzt, so unglaublich sich das auch anhoeren mag...). Auch komisch, dass ich diese Viecher nie hoere oder wenigstens sehe (Chef Willy behauptet sogar, dass es im 7. Stock gar keine Mosqitos gaebe-die wuerden nicht so hoch fliegen-ich glaube dies nicht, mein Superblut wuerde sie wohl auch noch in den 73. Stock locken...). Sehr mysterioes... So habe ich mich gestern Abend auf die Mission "Such-die-Dinger" aufgemacht-nicht ganz einfach! Und ploetzlich huepft mir da ein munziges Viechli auf dem Bett entgegen, und dann noch eines- unglaublich gruselig. Rein theoretisch nehme ich mal an es sind Floehe oder so. Habe wie wild begonnen das Bettzeug zu entfernen und dem Bett danach eine riiiiesige Antibrum-Dusche verpasst (konnte fuer mehrere Stunden nicht mehr ins Zimmer-mit diesem Zeugs koenntest du jemanden vergiften!). Bettwaesche und alles rundherum in die Waschmaschine und den Superkochgang eingeschaltet (habe leider nur kaltes Wasser, weswegen der Kochgang wegfaellt...). Hoffe nun, die Viechli haben sich ganz toll darin amuesiert und kommen nicht mehr wieder-waere ihnen dann auch wunderbar dankbar :). Ansonsten nichts Neues vom Westen...
Freitag, 18. Mai 2007
Regenzeit und sonstige Spaesschen
Es ist ganz schoen heiss hier (wahrscheinlich nicht das erste und letzte Mal, dass ich dies erwaehne) doch es schiffet tagtaeglich wie aus Kuebeln und die Luftfeuchtigkeit nimmt und nimmt einfach nicht ab... Die gewaschene Waesche duempelt da einfach so vor sich hin und will nicht trocknen (meine Vermieterin meinte, den Tumbler zu benutzen sei wahnsinnig, da er so viel Strom fresse, wie sie in einem Monat verdiene). Die Strassen gleichen Fluessen und meine Pomodoro-Kollegen fragten mich heute witzigerweise, ob ich denn auch nicht vergessen habe, mein Boot mit aus der Schweiz mitzunehmen, denn ohne werde es wahrscheinlich schwierig, trocken in die WG zu gelangen... Ha ha ha... Ich verstehe bereits panamesische Witze. Auch machen sie sich einen riesen Spass daraus, mir Woerter beizubringen, die nicht wirklich gefragt sind- meint jedenfalls mein Chef, als er es mitbekommen hat ;).
Heute habe ich ein neues Internet-Cafe gefunden, dass ich ab nun besuchen werde. Nachdem ich gestern in dem bisherigen eine klitzekleine Auseinandersetzung mit dem Personal hatte, musste und wollte ich ein anderes suchen ;). Dieses hier hat zwar Kopfhoerer, Mikrofone und Kameras, aber Skype hatten sie nicht installiert. Und hier kommts: ICH HABE ES SELBST INSTALLIERT! Das musste einfach noch gesagt werden! Fuer jene die mich kennen, wissen ja, welch Meisterin ich am Computer bin ;). Klopfe mir nun zweimal auf die Schulter und geniesse meinen Feierabend in vollen Zuegen, indem ich versuche, mein Mosqitonetz mit einem Teppichklebeband an meinem nicht vorhandenem Fenster zu befestigen. Bis bald :)
Heute habe ich ein neues Internet-Cafe gefunden, dass ich ab nun besuchen werde. Nachdem ich gestern in dem bisherigen eine klitzekleine Auseinandersetzung mit dem Personal hatte, musste und wollte ich ein anderes suchen ;). Dieses hier hat zwar Kopfhoerer, Mikrofone und Kameras, aber Skype hatten sie nicht installiert. Und hier kommts: ICH HABE ES SELBST INSTALLIERT! Das musste einfach noch gesagt werden! Fuer jene die mich kennen, wissen ja, welch Meisterin ich am Computer bin ;). Klopfe mir nun zweimal auf die Schulter und geniesse meinen Feierabend in vollen Zuegen, indem ich versuche, mein Mosqitonetz mit einem Teppichklebeband an meinem nicht vorhandenem Fenster zu befestigen. Bis bald :)
Donnerstag, 17. Mai 2007
¡Baila, baila Francesca!
Komme gerade aus der Salsa-Klasse, bin total geschafft und weiss nicht mehr, wo mir die Fuesse stehen. Echt anstrengend, haette ich nicht gedacht. Chef Willy hat heute gemeint, fuer eine gute Integration, muesse ich nun jeden Tag dort aufkreuzen... Uff... Welchen Verpflichtungen ich da noch nachgehen muss???
Der heutige Tag ansonsten ist nicht besonders erwaehnenswert-mein erster Arbeitstag!! Bei ueber 30 Grad Celsius musste ich morgens in schwarzer (langer) Hose, in schwarzen Schuhen (meine Ballerinas mussten hinhalten) und in schwarzen Socken (wer mich kennt, der weiss, dass ich eigentlich bloss farbige Socken besitze) im Pomodoro (mein kuenftiger Arbeitsplatz) antraben. Dort bekam ich dann auch gleich eine dunkelmintfarbige Bluse verpasst, aus einem Stoff, der dicker nicht sein koennte. Der Rest des Tages ist schnell erzaehlt-schwitzen ohne Ende und kaum etwas verstanden. Alle Mitarbeiter koennen (und wollen scheinbar auch nicht!) langsam sprechen. Alles muss immer mui rapido (sehr schnell) gehen... Meine Aufgaben des heutigen Tages beschraenkten sich auf Servietten falten, tischen, Teller abraeumen, besetzte Tische dem Jefe (Chef) melden, Brot schneiden, Brot toasten, Brot verteilen, Brot schneiden, Brot toasten, Brot verteilen, Brot schneiden, Brot toasten, Brot verteilen...
Kaum in der WG, zum 2. Mal am heutigen Tag unter die Dusche (der 3. Duschgang wird sogleich folgen), Kakerlake von meinem Zimmerboden entfernen (die Dinger sind echt gross hier), lange(!!) Hosen anziehen (meiner geliebten Mosqitos wegen) und durch stroemenden Regen zur Tanzklasse. Da waeren wir nun wieder-der Tag ist erzaehlt...
Mein morgiger Tag beginnt schon fast wie der schnell in Vergessenheit geratene Spitalalltag- um 7 Uhr morgens (14 Uhr Schweizer Zeit)... Also, hasta luego :)
Der heutige Tag ansonsten ist nicht besonders erwaehnenswert-mein erster Arbeitstag!! Bei ueber 30 Grad Celsius musste ich morgens in schwarzer (langer) Hose, in schwarzen Schuhen (meine Ballerinas mussten hinhalten) und in schwarzen Socken (wer mich kennt, der weiss, dass ich eigentlich bloss farbige Socken besitze) im Pomodoro (mein kuenftiger Arbeitsplatz) antraben. Dort bekam ich dann auch gleich eine dunkelmintfarbige Bluse verpasst, aus einem Stoff, der dicker nicht sein koennte. Der Rest des Tages ist schnell erzaehlt-schwitzen ohne Ende und kaum etwas verstanden. Alle Mitarbeiter koennen (und wollen scheinbar auch nicht!) langsam sprechen. Alles muss immer mui rapido (sehr schnell) gehen... Meine Aufgaben des heutigen Tages beschraenkten sich auf Servietten falten, tischen, Teller abraeumen, besetzte Tische dem Jefe (Chef) melden, Brot schneiden, Brot toasten, Brot verteilen, Brot schneiden, Brot toasten, Brot verteilen, Brot schneiden, Brot toasten, Brot verteilen...
Kaum in der WG, zum 2. Mal am heutigen Tag unter die Dusche (der 3. Duschgang wird sogleich folgen), Kakerlake von meinem Zimmerboden entfernen (die Dinger sind echt gross hier), lange(!!) Hosen anziehen (meiner geliebten Mosqitos wegen) und durch stroemenden Regen zur Tanzklasse. Da waeren wir nun wieder-der Tag ist erzaehlt...
Mein morgiger Tag beginnt schon fast wie der schnell in Vergessenheit geratene Spitalalltag- um 7 Uhr morgens (14 Uhr Schweizer Zeit)... Also, hasta luego :)
Dienstag, 15. Mai 2007
Oh wie schoen ist Panama...
Nach 26 Stunden reisen bin ich gestern Abend nun endlich angekommen und war gottefroh darueber... Habe im Flugzeug 12 Stunden neben einem Rumaenen gesessen, der es unheimlich spannend fand, mir alles mitzuteilen, was ihm gerade so einfiel (mein Tiefschlaf interessierte ihn nun mal nicht!). In Panama angekommen, lief ich beim Ausgang schon mal gegen eine Wand-die waermste aller Zeiten ;). Tatsaechlich stand dann da wirklich ein Mann mit einem Namensschild von mir, dem ich dann glatt vertraute (ja Mami, ich vertraute ihm sogar) und in sein Auto stieg (stark klimatisierte Karosse, verdunkelte Fenster...). Er erklaerte mir, dass wir nun eine sehr gefaehrliche Autostrada nehmen wuerden. Gefaehrlich deshalb, weil scheinbar immer wieder Menschen darueber gehen wuerden und so angefahren werden-es war nicht mal beleuchtet!!! Und prompt, schon vor Ankunft in meiner WG lag da ein nicht-lebendiger Mensch auf der Strasse, rundherum Polizei. Hatte mir fuer den ersten Abend nicht so viel Action erhofft...
Wohnen tue ich in einer WG von Panameños. Nelli, die gute Seele des Hauses, meine Vermieterin und zukuenftige Tanzlehrerin (wurde gleich von Chef Willy angemolden, kann mich nicht mal gegen dieses Salsa wehren) nahm mich in Empfang. Ich besitze bereits mehr Schluessel, als ich es je in der Schweiz besitzen werde :). Die Nacht war kurz! Bereits um 6 Uhr ist hier der Teufel los (ich wohne mitten in der City in einem 7stoeckigem Haus-ich zuoberst) und die Sonne scheint ziemlich stark durch mein Zimmerfenster, das ich gar nicht besitze, denn es ist einfach ein quadratisches Loch in der Wand mit einigen glaesernen Lamellen. Es kann nicht geschlossen oder verdunkelt werden-Moscqitos seid willkommen.
Meinen Arbeitsplatz im Restaurant Pomodoro hat mir mein Chef Willy bereits gezeigt, muss aber erst morgen beginnen, so dass ich mich heute noch etwas anklimatisieren kann. So, muss nun gehen, habe wichtiges Date mit Willy-Mittagessen! Vielleicht kann ich da einen Blick auf die Delegation der Schweizer Botschaft werfen, die speisen naemlich dort :). Also, hasta luego
Wohnen tue ich in einer WG von Panameños. Nelli, die gute Seele des Hauses, meine Vermieterin und zukuenftige Tanzlehrerin (wurde gleich von Chef Willy angemolden, kann mich nicht mal gegen dieses Salsa wehren) nahm mich in Empfang. Ich besitze bereits mehr Schluessel, als ich es je in der Schweiz besitzen werde :). Die Nacht war kurz! Bereits um 6 Uhr ist hier der Teufel los (ich wohne mitten in der City in einem 7stoeckigem Haus-ich zuoberst) und die Sonne scheint ziemlich stark durch mein Zimmerfenster, das ich gar nicht besitze, denn es ist einfach ein quadratisches Loch in der Wand mit einigen glaesernen Lamellen. Es kann nicht geschlossen oder verdunkelt werden-Moscqitos seid willkommen.
Meinen Arbeitsplatz im Restaurant Pomodoro hat mir mein Chef Willy bereits gezeigt, muss aber erst morgen beginnen, so dass ich mich heute noch etwas anklimatisieren kann. So, muss nun gehen, habe wichtiges Date mit Willy-Mittagessen! Vielleicht kann ich da einen Blick auf die Delegation der Schweizer Botschaft werfen, die speisen naemlich dort :). Also, hasta luego
Sonntag, 22. April 2007
Frani (noch) zu Hause
Bald ist es soweit und ich gehe für einige Monate auf Reisen mit dem Kollegen Tigerente. Am 14.Mai 07 geht es los und Panama wird mich (hoffentlich) mit offenen Armen empfangen :).
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