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Sonntag, 7. Oktober 2007

Wow, Pazifik!


Zum letzten Mal gings am Freitagabend Richtung Meer... Rebecas Familie besitzt dort ein Haus am Pazifik, dass sie mir unbedingt zeigen wollte. Hatte natuerlich nichts dagegen :)!
Am Samstag gingen wir auf Tour durch Viña del Mar und Valparaiso. Beides "Stranddoerfer", die langsam aber sicher vom Tourismus ueberflutet werden. Vor allem Valparaiso hat es mir angetan... Das Staedtchen ist auf 27 Huegel (glaube ich zumindest) verteilt und hat die farbigsten Haeuser, die ich je gesehen habe-so farbig, wie ich mir meine Welt vorstelle :). Die Straende sind momentan noch fast unberuehrt, es herrscht Fruehlingsanfang und das Meer ist kaum geniessbar durch den saukalten Humboldtstrom... Spreche aus Erfahrung! Wurde von den Chilenen genoetigt, das Meer doch einmal auszuprobieren, man sei schliesslich nicht oft am Pazifik... Saukalt ist glaube ich kein Begriff, weiss nicht, wie die Leute hier im Sommer baden koennen! Wuerde glatt erfrieren... Die Wellen habe ich auch unterschaetzt-so sind dann nicht nur meine Fuesse baden gegangen, nein, gleich der ganze Unterkoerper und Francesca durfte die Heimreise im Pyjama antreten :).
Komisch, nun alles "zum letzten Mal" zu machen. Zum letzten Mal in Suedamerika uebernachten, zum letzten Mal hier fruehstuecken, zum letzten Mal hier duschen,...

Auch der Pisco durfte an meinem letzten Abend nicht fehlen-auch zum letzten Mal, habe ihn genossen :).

Freitag, 5. Oktober 2007

Santiago de Chile, der Smog und der Fernseher


Als ich letzten Montag in Santiago ankam, war ich zuerst einmal etwas eingeschuechtert. Bin nun ja doch schon ein Stueckli gereist, aber diese 6 Millionen-Stadt ueberforderte mich leicht... Ueberall Menschenmassen, haufenweise Verkehr, Einkaufszentren an jeder Ecke, uebermaessig viel Smog... Hilfe, erwartet mich das bald wieder in Europa??? Bin noch nicht gewappnet fuer diese Welt... Schock pur nach den friedlichen Indigenas (Ureinwohner-sprich die Indianer) von Bolivien!
Nun gut, halb so schlimm, kann ja nur eine gute Anpassung an zu Hause sein!
Wohnen tue ich bei Rebeca, einer Chilenin, die ich dazumale (!!) in Panama kennengelernt habe-eigentlich habe ich nur ihretwegen meine Reise auf Chile ausgeweitet und: hier bin ich :). Lasse mich doch nicht zweimal bitten, wenns ums Reisen geht...
Santiago liegt in einem Talkessel und ist von den Anden umgeben. Dies ist auch der Grund, warum soviel Smog vorhanden ist. Der ganze Smog der in dieser Hauptstadt entsteht, kann dem Talkessel nicht entweichen... Die Haut wird picklig, die Augen brennen... Nicht dass ich euch diese Stadt vergraulen moechte, nein ;). Sonst gefaellt es mir naemlich wunderbar-das reinste Shopping-und Partyparadies (alles sehr westlich hier, nicht alle Laender in Suedamerika sind gleich...). Gemacht habe ich hier aber noch nicht wirklich viel-erhole mich gerade von den Ferien :).
Am Mittwoch wurde ich ins Fersehen eingeladen- in "El Baile". Eine Tanzshow, in der Promis um ihr Leben tanzen, bewertet und dann evt. rausgeschmissen werden. Warum wurde ich eingeladen? Also... Rebecas Bruder Amaro ist wohl der beruehmteste Nachrichtensprecher im chilenischen Fernseh und seine Frau scheint scheinbar nicht minder beruehmt zu sein. Schauspielerin, Musicaldarstellerin und eben Taenzerin. Sie war eine der Kandidatinnen und wurde- oh weh-an diesem Abend rausgekickt. Hab mir ja wieder mal den besten Tag ausgesucht ;). Nein, so traurig waren sie alle dann doch nicht und ich durfte mit meinem spaerlichen chilenischen Spanisch (kein Mensch versteht deren Kauderwelsch, oder besser gesagt ich mal sicher nicht!!!) mit der chilenischen Prominenz quatschen. Wenn ich nur noch wuesste, mit wem ich mich da alles unterhalten habe...

Sonntag, 30. September 2007

Weiter Richtung Sueden


Nachdem ich mit Pablo San Pedro verlassen habe, gings weiter nach Antofagasta. So wirklich wollten wir da ja nicht hin, aber irgendeinen Zwischenstopp Richtung Santiago mussten wir einlegen-25 Stunden am Stueck im Bus waeren schon die Haerte gewesen...
1.Halt: Antofagasta
Hmmmm, wirklich nichts Spezielles. Im Touriblaettli mit sehr schoenem Hafen angepriesen, mussten wir feststellen, dass man diesen Hafen nicht mal betreten kann, weil er ja fast auseinanderfaellt. Die Berge rundherum hat man vor lauter Nebel (oder Smog??) nicht gesehen und das Gschmaeckli in der Stadt war auch nicht gerade nasenbetoerend ;). Ein Tag war definitiv genug!
2.Halt: La Serena
Erstmals wieder alleine unterwegs-Pablo ging direkt nach Santiago, nochmals 18 Stunden... Habe mir nur 13 Stunden angetan, war auch genug.
Die Straende wurden als eine der schoensten der Umgebung beschrieben; waeren sie vielleicht auch, wenn es hier nicht Winter waere und nicht regnen wuerde (hab mal wieder super geplant!). Baden waere so oder so nicht dringelegen, hab meine Badehosen und mein supi Lycra-Badetuch im Jeep beim Salzsee liegenlassen-typisch!
Doch alleine war ich nie. In Marias Casa, meiner Unterkunft, waren soviele Leute vorhanden, dass ich mir immer wieder mal irgendjemand anders aussuchen konnte, um zu reden. So waren da z.B. Gebrueder Sam und Ben aus Australien. Oder Chris aus England, Alice aus Frankreich, Gil aus Israel, Ramon aus Spanien, Ryan und Debbie aus New Zealand, .... Langweilig war mir bestimmt nicht.
Um dann aber doch noch etwas von La Serena zu sehen, buchte ich einen Trip nach Vicuña zum Mammaluca Observatorio, einer Sternwarte. Wie es das Schicksal aber so wollte, kreuzte niemand von der Agencia auf und ich bekam einen Anruf, dass man die Tour leider nicht durchfuehren koenne des schlechten Wetter wegens... Naja, hab mein bestes gegeben, um noch was zu erkunden :). Weil ich so unsaeglich traurig (!!!) darueber war, backten die Jungs Pizza fuer mich-homemade natuerlich :).
Morgen gehts auf meine hoffentlich letzte Busfahrt-Richtung Santiago, meiner letzten Station.

Donnerstag, 27. September 2007

San Pedro de Atacama und die Wueste


Angekommen in diesem kleinen Kaff, beschlossen die Franzosen und ich, dass wir uns eigentlich zusammentun koennten. Mas divertido, mas barato :).
Da es mich ja immer gut trifft und ich irgendwie immer auf Sportskanonen treffe, wurde ich auch dieses Mal nicht verschont... Schlimmer noch-mit dem Velo! Meinem absoluten Lieblingssportgeraet! Naja, lasse mich ja gerne ueberreden und so ging es gestern morgen um 10 Uhr Richtung Wueste. Wortwoertlich, denn im Valle de la muerte (Todesschlucht!!!) mussten wir doch tatsaechlich unsere Goeppel 2 Stunden im Sand aufwaerts stossen... Unmoeglich zu fahren-in der Wueste!!!
Nachdem ich mich wieder etwas beruhigt hatte, gings weiter auf der Suche nach dem Valle de la luna (Mondschlucht), die sich einfach nicht finden lassen wollte trotz Kompass und Karte-bin fein raus, habe von Anfang an gesagt, dass ich eine Flasche in Sachen Orientierung in der Wueste bin :).
Nach mehreren Stunden Verwirrung (und immer auf dem Goeppel ueber Stock und Stein und Schotter und Fels!) haben sie dann beschlossen (war zu muede, um auch noch meinen Senf dazuzugeben, war sehr folgsam), der Strasse nachzugehen, obwohl wir dann Eintritt bezahlen mussten.
Am Valle angekommen, durften wir auch noch unsere Beine benutzen und den Wuestenhang hinaufklettern. Dies alles in einem Affentempo, meine Franzosen wollten ja schliesslich den Sonnenuntergang nicht verpassen ;). Da muss ich ihnen nun wirklich zustimmen, es hat sich gelohnt. Meine Stimmung aenderte sich unten dann aber wieder schlagartig, als mir bewusst wurde, dass wir nun im Dunkeln noch eine zweistuendige Heimfahrt (natuerlich auf dem Velo!) vor uns hatten!
Mit offenen Fuedlibaggen (Anfangsstadium Dekubitus!), Sand in allen Loechern und Eggen und einem Mordshunger kamen wir wieder im Kaff an. Der Pisco sour nach dem Essen gab mir dann noch den Rest :).